Krebserkrankungen sind bösartige Neubildungen von Körperzellen, von denen über 100 verschiedene Arten existieren. Etwa 14 von 100 000 Kindern unter 15 Jahren erkranken pro Jahr in Deutschland an Krebs, wobei akute Leukämien die häufigste Diagnosegruppe bilden, gefolgt von Hirntumoren und embryonalen Tumoren wie Neuroblastome. Durch die modernen medizinischen Behandlungsmethoden kann die Mehrzahl der krebskranken Kinder (ca. 2/3) geheilt werden. Jedoch bleiben Krebserkrankungen nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache im Kindesalter.
Bei allen Krebserkrankungen kommt es zu einem aggressiven, unkontrollierten Zellwachstum. Die bösartigen, langlebigen Zellen vermehren sich, verdrängen dabei die gesunden Zellen und zerstören das umliegende Gewebe. Gutartige Tumoren üben dagegen höchstens Druck oder Verdrängung im umliegenden Gewebe aus. Die oft frühzeitige Generalisierung der Krebszellen erfolgt auf dem Blut- oder Lymphwege. Dadurch können sich Tochtergeschwülste (Metastasen) in den unterschiedlichsten Geweben ansiedeln.